Moxibustion

Beim Moxen werden getrocknete Beifußblätter über Akupunkturpunkten abgebrannt. Die Wärme dringt dabei über die Punkte in die entsprechende Körperregion ein, ohne die Haut durch die Hitze zu verletzen. Die intensive Wärme hat eine sehr tiefe und nachhaltige Wirkung.
Moxa wird häufig bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen angewendet, die sich durch Kälte (Yang-Schwäche) verschlechtern, z. B. Gelenksbeschwerden, kalte Füße, rheumatische Beschwerden und ähnliches. Die eindringende Wärme bewegt und stärkt die Energie (Qi), lindert Schmerzen, fördert Entspannung und leitet Kälte und Feuchtigkeit aus.

Moxa-Techniken

Moxa-Zigarre
Hierbei wird eine glimmende „Zigarre“ aus gerolltem Beifuß in 1 bis 2 cm über den zu erwärmenden Akupunkturpunkt gehalten.

Moxa-Kegel
Bei dieser Technik wird eine frische Ingwerscheibe auf den zu erwärmenden Akupressurpunkt gelegt. Darauf wird ein Kegel aus Beifuß gesetzt und abgebrannt.

Moxa-Kasten
In einem Holzkasten mit einem siebartigen Boden wird ca. 5 cm über der Haut Beifuß abgebrannt, wodurch es zu einer großflächigen Erwärmung kommt. Anwendungsbereiche: Bauch, Kreuzbein

Angewendet wird Moxibustion, um

  • die Gewebsdurchblutung zu verbessern
  • den Gewebestoffwechsel zu aktivieren
  • die Blut- und Energiezirkulation anzuregen
  • das Immunsystem zu aktivieren und
  • den Magen-Darm-Trakt zu beruhigen.