Thai-Shiatsu

Thai-Shiatsu – noch nie gehört?! Wen wundert’s – diese Methode ist ein Newcomer und beinhaltet Elemente des Shiatsu, die mit der traditionellen Thai-Massage verbunden werden.

Nach meiner Ausbildung zur Shiatsu-Praktikerin bin ich auf die dynamischen Techniken der Thai-Massage aufmerksam geworden. Eine Thai-Shiatsu-Behandlung gleicht einem Tanz, bei dem spielerische, tänzerische, dehnende und öffnende Elemente eingebaut werden, die den Körper aktivieren und beleben.
Auch die nährenden, haltenden, auffüllenden Techniken des Shiatsu finden im Thai-Shiatsu ihre Anwendung und so entsteht ein Gesamtkunstwerk, welches dynamische und ruhige Elemente in sich vereint.

Geschichte der Thai-Massage

Die Traditionelle Thai-Massage blickt auf eine lange Geschichte der Heilbehandlungen zurück. Sie hat ihren Ursprung nicht, wie oft angenommen wird, in Thailand, sondern stammt aus Indien. Ihr Begründer ist ein nordindischer Arzt namens Jivaka Kumar Bhaccha, ein Zeitgenosse Buddhas und Leibarzt des Magdha-Königs Bimbisara. Auf ihn werden nicht nur die heute in Thailand angewandten Massage-Techniken zurückgeführt, sondern auch das Wissen über die Heilkraft von Kräutern und Mineralien. Elemente indischer ayurvedischer Medizin werden auch heute noch in Thailand angewendet. Kumar Bhaccha wird bis heute in Thailand von vielen als „Vater der Medizin“ verehrt.

Das theoretische Fundament der Thai-Massage bilden die im Körper verlaufenden unsichtbaren Energielinien, von denen vor allem zehn besonders hervorgehoben werden: die zehn Sen.
Hier wird der indische Ursprung und Einfluss deutlich: den Hintergrund dieser Theorie findet man in der Yoga-Philosophie. Es wird davon ausgegangen, dass Lebensenergie (Prana) sowohl beim Atmen als auch mit der Nahrung aufgenommen wird und der Mensch über ein Netz von Energielinien, den Prana-Nadis mit dieser vitalen Energie versorgt wird.

Durch Massieren der auf den zehn Sen liegenden Akupunkturpunkte, können bestimmte Erkrankungen behandelt oder Schmerzen gelindert werden.
In der Thai-Massage werden nicht nur Punkte gedrückt, sondern der Körper wird gedehnt und mobilisiert. Es werden passive Yoga-Übungen am Körper angewendet und die treffendste Bezeichnung für diese Art von Massage-Technik ist wohl „Yoga-Massage“ oder „Yoga des faulen Mannes“.